Dietrich von Monreal

Die idyllische Lage "im Sack" zwischen dem Abzweig der Pfaffengasse und dem großen Garten zur Lahn hin wusste wohl auch Dietrich von Monreal zu schätzen. Jedenfalls entschloss sich der nassauische Amtmann im Jahr 1585 dazu, genau an dieser Stelle sein Amtshaus zu errichten.

Über dem gotischen Vorgängerbau erbaute er ein Fachwerkhaus, für das unzählige Eichenstämme geschlagen, nach Diez gebracht und dort verzimmert werden mussten. Spätestens mit der Erweiterung 1608 zeigte sich deutlich, wie repräsentativ auch in Holzbauweise gebaut werden konnte. Dabei erhält das Anwesen von jeder Himmelsrichtung ein anderes Gesicht. An zahlreichen Stellen stößt man auf Zierformen, die die Architektur beleben und dem Haus außen, aber auch im Innern, seinen besonderen Charakter verleihen.

Kurz nach der Errichtung drohte der Grafschaft Diez die Plünderung durch spanische Truppen im Dreißigjährigen Krieg. Der damaligen Regentin Sophie Hedwig von Nassau-Diez ist es zu verdanken, dass die Altstadt diese Zeit unbeschadet überstanden hat. Statt auf das Militär zu setzen, lud sie die Belagerer zum Bankett und überzeugte damit ihre Kontrahenten.

Noch heute zeichnet sich die Stadt Diez durch eine weltoffene und gastfreundliche Art aus und ist stolz auf ihre Geschichte. Höhepunkt des Jahres ist die Schlossnacht am Schloss Oranienstein, dem ehemaligen Witwensitz des niederländischen Königshauses. Am letzten Wochenende im August lässt der jetzige Eigentümer, die Bundeswehr, das barocke Juwel unter einem prächtigen Feuerwerk erstrahlen.

 

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